Mumps
Das Wichtigste in Kürze
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Mumps ist eine Virus-Infektion und wird durch Tröpfcheninfektion übertragen.
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Etwa zwei Drittel der Angesteckten erkranken.
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Die typischen Zeichen sind: schmerzhafte Schwellung der Speicheldrüsen, Krankheitsgefühl, Fieber.
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Komplikationen treten vor allem bei Erwachsenen als Hodenentzündung auf.
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Der Impfstoff enthält ein abgeschwächtes Virus.
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Empfohlen ist die Kombinationsimpfung mit Masern und Röteln.
Krankheit und Behandlung
Zwischen 10 und 14 Tagen nach der Ansteckung erkranken etwa 60 –80% der Infizierten. Bei den Übrigen 20 – 40% verläuft die Mumpsinfektion ohne jede Krankheitszeichen. Beim typischen Verlauf des Mumps entzünden sich zunächst die Speicheldrüsen vor dem Ohr und schwellen schmerzhaft an. Im weiteren Verlauf der Erkrankung breitet sich die Schwellung zum Hals hin aus, auch die übrigen Speicheldrüsen können befallen sein. Die betroffenen Kinder fühlen sich mässig krank, klagen zuweilen über Kopfschmerzen. Relativ häufig kommt es zu einer vorübergehenden Entzündung der Bauchspeicheldrüse, die jedoch folgenlos ausheilt. Gelegentlich breitet sich die Virusinfektion auf die Gehirnhäute aus, doch heilt diese folgenlos aus. In wenigen Fällen ist eine Hospitialisation notwendig. Nur sehr selten (bei 1:15’000 Erkrankten) entwickelt sich eine vorübergehende Schwerhörigkeit. Hingegen ist bei Erwachsenen eine einseitige Hodenentzündung bzw. eine einseitige Eierstockentzündung häufig (bis zu jede(r) vierte Erkrankte). Ein Zusammmenhang mit Unfruchtbarkeit ist jedoch nicht erwiesen. Gegen das Virus gibt es keine ursächliche Behandlung.
Impfung
Die Impfung wird meist als Kombination mit Masern und Röteln, erstmals im Alter von 12 Monaten durchgeführt. Der Impfstoff ist auch einzeln erhältlich und enthält abgeschwächte, jedoch vermehrungsfähige Viren. Die Impfung verursacht daher eine richtige Infektion, gegen die der Organismus im Verlauf von etwa 10 Tagen einen Schutz entwickelt. Die im Handel erhältlichen Impfstoffe erzeugen unterschiedlich starke Immunantworten. Wegen der schwachen Immunantwort auf den aus dem Rubini-Stamm gewonnenen Mumpsimpfstoff (Triviraten®) empfiehlt das BAG, diesen Impfstoff nicht mehr einzusetzen, sondern den aus dem Jeryl-Lynn-Stamm gewonnen Impfstoff. Bei den meisten Kindern erzeugt bereits die erste Impfung einen vollständigen Schutz.
Reaktionen und Nebenwirkungen
Die verschiedenen Impfstoffe verursachen unterschiedliche Nebenwirkungen. Beim derzeit empfohlenen Impfstoff aus dem Jeryl-Lynn-Stamm werden die wenigsten Nebenwirkungen beobachtet. Diese schliessen im Prinzip alle Krankheitszeichen ein, die auch bei der tatsächlichen Mumpsinfektion auftreten können, jedoch nur seltener und weniger ausgeprägt.
Pro und Contra Impfung
Impfskeptiker führen als Argument gegen die Impfung die möglichen Nebenwirkungen an. Diese schliessen, wie auch die richtige Mumpsinfektion, eine Gehirnhautentzündung ein. Diese impfbedingte Gehirnhautentzündung ist jedoch erheblich seltener als die bei der Mumpsinfektion beobachtete und heilt ebenso vollkommen ohne Folgen aus. Diese Impfreaktion ist nicht stärker als beispielsweise die Mitreaktion des Gehirns bei vielen harmlosen viralen Infektionen (etwa den herbstlichen Erkältungen). Tatsächlich ist die Mumpserkrankung bei Kindern die harmloseste von allen Erkrankungen, gegen die eine Impfung empfohlen wird. Daher sollten Eltern bei Kindern mit Immunschwäche oder unter Behandlung mit Cortison den Zeitpunkt und die Indikation für diese Impfung mit dem Kinderarzt besprechen.