FSME

Das Wichtigste in Kürze

  • Auslöser der Erkrankung ist ein Virus, das durch infizierte Zecken übertragen wird.
  • Das FSME-Virus kommt nur in bestimmten Regionen vor.
  • Die Infektion verläuft bei Kindern meist symptomlos oder mild.
  • Die Impfung schützt nicht gegen die viel häufiger durch Zecken übertragene Borreliose.
  • Die Impfung ist nur sinnvoll bei besonders exponierten Personen (z. B. Waldarbeiter, Orientierungsläufer) in Risikogebieten.
  • Die Impfung birgt in sich selbst das Risiko neurologischer Nebenwirkungen mit möglichen Schäden.

Krankheit und Behandlung

Die FSME ist eine Viruserkrankung. Sie wird durch Zeckenstiche übertragen (Ixodes ricinus, Holzbock). Es gibt keine Infektion von Mensch zu Mensch. Infizierte Zecken kommen nur in sehr eng begrenzten Gebieten, in der Schweiz vor allem in den Kantonen Zürich und Schaffhausen vor. Das Bundesamt für Gesundheit (www.admin.bag.ch) veröffentlicht eine jeweils aktualisierte Karte für die Schweiz, für Deutschland gibt das Robert-Koch-Institut (www.rki.de) eine Landkarte heraus. Selbst in Endemie-Gebieten sind weniger als 5% aller Zecken infiziert. Etwa 3 bis 14 Tage nach dem Zeckenstich entwickelt ein Drittel der Angesteckten grippeähnliche Symptome. Wiederum ein Drittel davon entwickeln Zeichen einer Hirnhautentzündung mit Gehirnbeteiligung. Vor allem bei über 30 – 40-jährigen Personen kann die Krankheit schwer verlaufen. Bei Kindern sind die Krankheitsverläufe meist mild, Folgeschäden eine absolute Seltenheit. Hingegen wurden bei passiv nach Zeckenstich Geimpften in seltenen Fällen schwere neurologische Folgeschäden beobachtet. Die passive Impfung nach Zeckenstich ist heute für Kinder nicht mehr zugelassen.

Impfung

Der Impfstoff enthält das formalin-inaktivierte FSME-Virus sowie als Zusatzstoff Aluminiumhydroxid.

Reaktionen und Nebenwirkungen

Im Juni 2000 hat das Paul-Ehrlich Institut in Deutschland die Zulassung des Impfstoffs gegen FSME für Kinder unter 3 Jahren zurückgezogen. Grund war die im Vergleich zum Risiko durch die natürliche Erkrankung erhöhte Rate neurologischer Nebenwirkungen. Dieser Impfstoff wurde in der Schweiz nie zugelassen. Seit Dezember 2001 ist ein neuer Impfstoff verfügbar, der in Deutschland auch für Kinder zugelassen ist. Über mögliche seltene Nebenwirkungen bei diesem Impfstoff, der auch in der Schweiz vertrieben wird, liegen noch nicht genügend Daten vor.

Pro und Contra Impfung

Für die Impfung spricht der Schutz vor FSME-Infektion bei Zeckenstichen durch infizierte Zecken in Endemie-Gebieten.
Gegen die Impfung, vor allem bei Kindern, spricht der in aller Regel gutartige Verlauf einer FSME-Infektion und das selbst in Endemiegebieten geringe Risiko, überhaupt zu erkranken. Vor der viel häufigeren Borreliose, die ebenfalls durch Zecken übertragen wird, schützt die Impfung nicht.

Risikogebiete

Aktuelle Angaben zu den Risikogebieten für eine FMSE-Infektion finden Sie hier