Fragen zur HiB-Impfung
Warum soll man gegen HiB impfen, anstatt die eitrige Hirnhautentzündung mit Antibiotika zu behandeln?
In der Tat kann man die rechtzeitig erkannte Infektion der Gehirnhäute oder des Kehlkopfdeckels (Epiglottitis) oder mit hochdosierten Antibiotika wirksam behandeln. Diese Antibiotika müssen in der Regel als Infusion gegeben werden, das bedeutet einen Klinikaufenthalt. Vor der Einführung der HiB Impfung waren Hospitalisationen von schwer erkrankten Kindern auf Kinderintensivstationen etwa so häufig, wie Aufnahmen nach Verkehrsunfällen. Seit es die Impfung gibt, müssen nur noch sehr selten Kinder wegen HiB-Infektionen auf Kinderintensivstation behandelt werden. Die früher meist tödliche eitrige Gehirnhautentzündung ist auch heute keine banale Erkrankung. Trotz intensiver Behandlung leiden viele Kinder an Folgeschäden, unter anderem Gehörverlust. Impfskeptiker führen an, HiB sei nicht der einzige Erreger von Hirnhautentzündungen. Die Impfung würde nur dazu führen, dass andere Erreger von Gehirnhautentzündungen häufiger auftreten. Bisher gibt es für diese Behauptung keine Belege. Wahr ist hingegen das zuweilen vorgebrachte Argument, der Impfschutz sei nicht vollkommen: einige wenige Kinder erkranken trotz der Impfung. Die HiB-Impfung ist jedoch eine der bestverträglichen. Selbst wenn einige Kinder nicht vollständig geschützt sind: die überwiegende Mehrzahl ist geschützt.